Sommertour 2020: die erste Woche

Landwirtschaftliche Themen, regionale Produkte und die lokale Wirtschaft standen im Mittelpunkt der ersten Woche der Sommertour 2020 zwischen Metzingen, Münsingen und Hohenstein. Fazit: Viele interessante Besuche und gute Gespräche.

Meine Sommertour 2020 startete in Metzingen: für mich als Metzinger der logische Auftakt. Mit interessierten Bürgern, Vertretern der Stadt, der City Initiative Metzingen und der Metzingen Marketing und Tourismus GmbH waren wir zunächst in der Outlet City untwerwegs. Der Handel ist im Wandel: wo ließe sich das besser beobachten als hier. Natürlich prägt die Outlet City das Stadtbild, doch auch starke Einzelhändler und Familienbetriebe machen Metzingen aus. In der heimeligen Atmosphäre von Dorte’s Marzipanatelier haben wir im Anschluss Metzinger Weine und Dortes leckere Pralinen verköstigt: ein toller Abend rund um „Metzinger Genüsse“!

Tag 2 meiner Tour stand im Zeichen der Landwirtschaft: Am Vormittag habe ich Erich Gönninger auf seinen wunderschön gelegenen Streuobstwiesen in Glems besucht. Die Früchte werden direkt vermarktet oder zu leckeren Säften und Schnäpsen verarbeitet und im Hofladen angeboten. Danach habe ich einen Namensvetter besucht, nämlich Rudis Hühnerhof in Hohenstein-Eglingen. Inhaber Rudolf Bross hat mir seinen Hof gezeigt und ich durfte gleich beim Eier einpacken mithelfen.

Münsingen stand am dritten Tag auf dem Programm. Gemeinsam mit meinem Zweitkandidaten Wolfgang Reiser, unserem Bundestagsabgeordneten Pascal Kober, dem Münsinger Bürgermeister Mike Münzing habe ich die Feuerwehr Münsingen besucht. Kommandant Berthold Hofmann hat uns durch das Gerätehaus geführt und von der Arbeit seiner Truppe berichtet. Besonders gefreut hat mich, dass die liberalen Münsinger Gemeinderäte mit dabei waren: Herzlichen Dank für den intensiven und wertvollen Austausch über kommunale Themen.

Das Thema „regionale Produkte“ ist mir ein persönliches Anliegen zieht sich wie ein roter Faden durch meine Tour. Zunächst war ich im Lagerhaus an der Lauter in Gomadingen-Dapfen. Durch die Tatkraft der Familie Laepple ist aus dem alten Lagerhaus ein echtes Schmuckstück geworden. Besonders genau habe ich mir die Seifenmanufaktur angeschaut, hier habe ich nämlich kürzlich Seifen als Geschenk für die Teilnehmer meiner Sommertour gekauft. Am Nachmittag war ich bei der Hofmolkerei Schmid in Münsingen-Bremelau. Hier habe ich erfahren, wie die leckeren regionalen Milchprodukte hergestellt werden. Mit dabei war auch heute wieder mein Zweitkandidat Wolfgang Reiser.

Auch am fünften Tag stand das Thema Landwirtschaft im Mittelpunkt: Beim Erntepressegespräch des Kreisbauernverbandes Reutlingen in Trochtelfingen haben wir über verschiedene Themen gesprochen, die die Landwirte aktuell umtreiben: Ferkelkastration, Auswirkungen der Corona-Pademie und die direkte Fleischvermarktung waren nur einige davon. Mit dabei waren unter anderem mein FDP-Kollege aus dem Bundestag, Pascal Kober, Pia Münch von den Landfrauen und natürlich Gebhard Aierstock, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes. Am Nachmittag war ich zu Gast bei der Hohensteiner Hofkäserei. Der Heidäcker Hof verarbeitet ausschließlich Rohmilch der eigenen Herde. Martin Rauscher erklärte mir, dass der Albkäs traditionell und ohne künstliche Zusätze hergestellt wird.

Noch zwei Wochen Sommertour liegen vor mir. Ich freue mich auf viele weitere tolle Begegnungen.

Begleiten Sie mich auf meiner Tour: Es gibt noch freie Plätze bei einigen Veranstaltungen!

Herzliche Einladung zu meiner Sommertour

Liebe Parteifreundinnen und Parteifreunde,
Liebe liberale Freunde,

in der parlamentsfreien Zeit plane ich eine „Sommertour“ durch unseren Wahlkreis. Mit Besuchen bei Firmen, landwirtschaftlichen Betrieben, Vereinen, sozialen und kulturellen Einrichtungen und ein paar touristischen Aktivitäten haben wir über drei Wochen ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt.

Bitte haben Sie Verständnis, dass ich Sie aufgrund der außergewöhnlichen Bedingungen durch die Corona-Pandemie nicht zu allen Terminen einladen kann. Nichtsdestotrotz haben wir ein buntes Programm von der Stadtführung über eine Betriebsbesichtigung bis zum liberalen Familienausflug zusammengestellt, bei dem eine bestimmte Anzahl von Gästen teilnehmen kann. Die Übersicht über alle Veranstaltungen finden Sie hier oder über Facebook.

Bitte melden Sie sich unter Angabe der gewünschten Veranstaltung, der Vor- und Nachnamen aller teilnehmenden Personen und einer Telefonnummer per Mail an rudi.fischer@fdp.landtag-bw.de an. Bitte melden Sie sich bei Interesse so schnell wie möglich an, da die Plätze begrenzt sind.

Sollten die Auflagen für Veranstaltungen widererwarten in den nächsten Wochen verschärft werden, werden wir Sie über etwaige Veranstaltungsausfälle informieren.

Bei Fragen können Sie sich unter 0176 54581891 an mein Büro wenden.

Ich freue mich darauf, Sie persönlich bei dem ein oder anderen Termin zu sehen. Bis dahin wünsche ich Ihnen einen schönen Sommer, bleiben Sie gesund.

Mit herzlichen Grüßen

Rudi Fischer MdL

Datenschutzhinweis: Ihre personenbezogenen Daten werden von Rudi Fischer (Bei der Ziegelhütte 3, 72555 Metzingen, Tel: 0711 2063917, rudi.fischer@fdp.landtag-bw.de) zum Zweck der Durchführung der Sommertour 2020 verwendet. Sie können der Datenverarbeitung jederzeit widersprechen. Weitere Informationen – insbesondere zu Ihren Betroffenenrechten – finden Sie hier: www.rudi-fischer.de/datenschutzerklaerung/

Endlich darf wieder trainiert werden

Rudi Fischer zu Besuch bei Wiedereröffnung des INJOY Fitnessstudios in Dettingen

Nach wochenlanger Corona-Zwangspause öffnen die Fitnessstudios in der Region in dieser Woche wieder ihre Türen für Freizeitsportler. Wie erlebten die Betreiber die Schließung? Was erwarten sie vom Neustart? Und was ändert sich im Sportalltag durch die erweiterten Hygienemaßnahmen? Zur Wiedereröffnung besuchte der Metzinger FDP-Landtagsabgeordnete Rudi Fischer das INJOY in Dettingen, um sich im direkten Austausch vor Ort zu informieren.

„Heute Morgen herrschte noch nicht der große Run“, berichten Thomas Hirsch und Monika Fritz von „Tag 1“, denn viele Menschen seien verständlicherweise noch vorsichtig. Ein normales Trainingsaufkommen erwarten die beiden Betreiber des Fitnessstudios INJOY in Dettingen erst nach und nach.

Obwohl Hygiene auch schon vor Corona großgeschrieben worden sei, habe man das Hygienekonzept in den vergangenen Wochen der Situation angepasst. Dazu gehörten zum Beispiel Abstand zwischen den Geräten, begrenzte Gruppengrößen und der Verzicht auf Saunabetrieb und Kinderbetreuung. Manche Trainings fänden auch draußen statt. Mit Vorlauf von einer Woche konnten sich die Studioinhaber dann konkret auf die Wiedereröffnung vorbereiten, dank der eigenen Vorarbeit ein ausreichendes Zeitfenster. „Das war leider nicht immer so, bei der Öffnung der Gastronomie hat die Landesregierung viel zu kurzfristig reagiert und dadurch für Verunsicherung gesorgt“, kritisiert Fischer das grün-schwarze Krisenmanagement.

Auch wenn sie die schnelle Schließung im März sinnvoll fanden, plädieren Hirsch und Fritz für eine andere Perspektive auf die Pandemie: Statt Fitnessstudios allein als Ansteckungsherd zu sehen, solle im Vordergrund stehen, dass regelmäßiges Training Körper und Immunsystem stärke und Krankheitsrisiken reduziere. Während der Schließung, erfährt Fischer, habe man im INJOY Kontakt mit zahlreichen Mitgliedern gehabt, die unter Schmerzen oder Überwicht litten und denen es ohne Training deutlich schlechter gegangen sei. Das Beispiel zeige, so Rudi Fischer: „Fitnesssport ist Prävention und entlastet damit langfristig unser Gesundheitswesen“.

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Freie Demokraten wieder gemeinsam unterwegs

FDP Ortsverband Münsingen und Rudi Fischer MdL bei Vöhringer Group

Die Freien Demokraten sind – wenn auch mit Abstand – wieder gemeinsam unterwegs: Nach einer Corona-Pause setzte der FDP-Ortsverband Münsingen seine Besuche bei ortsansässigen Unternehmen fort. Gemeinsam mit dem Metzinger Landtagsabgeordneten Rudi Fischer ging es zum Leichtbau-Spezialisten Vöhringer Group nach Engstingen-Haid.

„Ich freue mich, wieder so viele Gesichter bei unserer heutigen, der ersten Betriebsbesichtigung seit Beginn der Corona-Krise begrüßen zu dürfen“, betonte Wolfgang Reiser, der Vorsitzende der Münsinger Freien Demokraten. Mit gebotenem Abstand zueinander besichtigten die Teilnehmer die weitläufigen Fertigungshallen und erfuhren, dass die Vöhringer Group auf eine fast 100-jährige erfolgreiche Firmengeschichte zurückblickt und seine Wurzeln in der Holzverarbeitung hat. Heute ist das Unternehmen mit 320 Mitarbeitern bei der Beschichtung von Plattenmaterialien internationaler Systemlieferant und führend in der Caravan-Branche. Weitere Geschäftsbereiche sind die Möbelproduktion, die Herstellung von Profilen, Ummantelungen und Polyurethan-Teilen sowie der Handel mit verschiedensten Holzwerkstoffen.

Rudi Fischer betonte, wie wichtig ihm der persönliche Kontakt in Zeiten der sozialen Distanz sei: „Als Landtagsabgeordneter musste ich meine Arbeitsweise umstellen. Auch wenn gerade vieles nur über Videokonferenzen, Emailverkehr und telefonische Bürgersprechstunden abläuft, schätze ich den persönlichen Austausch wie beim heutigen Firmenbesuch sehr. Die schrittweise  Normalisierung des Alltags tue allen gut. Auch die Wirtschaft könne nun wieder Fahrt aufnehmen. Nach dem Lockdown in Europa normalisieren sich für die Vöhringer Group die Geschäftsbeziehungen zu Italien wieder, erfuhren Fischer und die Besucher. Dass Tradition und Innovation so erfolgreich zusammengehen, begeisterte den Abgeordneten. „Es war und bleibt wichtig, unsere Unternehmen von politischer Seite in der derzeit schwierigen Lage zu unterstützen. Mittelständische Familienunternehmen sind das Herz der baden-württembergischen Wirtschaft und Garant für unseren Wohlstand“, so Fischer.

Mein neuer Flyer ist fertig

Ich komme zu Ihnen nach Hause – natürlich mit Mundschutz! Schauen Sie doch in nächster Zeit einmal in Ihren Briefkasten. Für alle, die schon mal reinschauen möchten, hier ist mein neuer Flyer:

Ohne Hilfspaket geht es nicht

Rudi Fischer besucht das Restaurant und Hotel Brielhof in Hechingen

Der FDP-Abgeordnete im Wahlkreis Hechingen-Münsingen und Mitglied im Ausschuss für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Rudi Fischer, erklärt anlässlich der Pressemitteilung der Landesregierung über die geplante Wiedereröffnung von Gastronomie im Außen- und Innenbereich ab 18. Mai, sowie ab 29. Mai für Hotels:

„Es ist gut, dass endlich etwas geschieht. Unsere Appelle scheinen erhört worden zu sein“, so Fischer. Zumindest konnte sich die Landesregierung nun dazu durchringen den Branchen eine Öffnungsperspektive zu geben. Trotzdem stelle sich die Frage, warum Hotelbetriebe später als die Innengastronomie öffnen können sollen, dies sei nicht nachvollziehbar, so Rudi Fischer weiter.

Um sich ein genaues Bild aus der Praxis zu verschaffen, besuchte Rudi Fischer daher das Restaurant und Hotel Brielhof in Hechingen. So hatte Brielhof-Chefin Angelika Hentsch die Möglichkeit, die Sorgen und Nöte der Gastronomiebranche anzusprechen.

 „Schnellstmöglich“ solle ein Sofortprogramm der Landesregierung für die Gastronomie und Hotellerie auf den Weg gebracht werden, berichtet Fischer aus Stuttgart. Ungefähr 328 Millionen Euro solle dies umfassen.

„Sofern das Programm kommt, ist es begrüßenswert. Es stellt sich mir aber die Frage, warum wir in der Lage waren, ein Hilfspaket in Höhe von 5 Milliarden Euro in kürzester Zeit auf den Weg zu bringen, die Landesregierung das Sofortprogramm für Gastronomen in Höhe von 328 Millionen Euro noch immer nicht dem Landtag vorgelegt hat“, unterstreicht Fischer.

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Perspektiven für den Tanzsport

Rudi Fischer besucht „Tanzen und Spaß“ in Reutlingen

Unter welchen Bedingungen können Tanzschulen trotz Corona-Pandemie wieder öffnen? Eine nicht ganz uneigennützige Frage, die der FDP-Landtagsabgeordnete Rudi Fischer im Gepäck hatte, als er jüngst „seine“ Tanzschule besuchte. Mit seiner Frau Gisela schwingt der Metzinger normalerweise bei „Tanzen und Spaß“ in Reutlingen das Tanzbein. Seit Mitte März müssen die beiden wie rund 1.400 weitere Tänzer schweren Herzens auf das lieb gewonnene Hobby verzichten.  

„Unsere Kunden tanzen mit Abstand am besten“: So könnte laut Inhaber Ralph Boden das Motto der Wiedereröffnung Tanzschule nach dem Corona-Lockdown lauten. Während der Einzelhandel längst wieder seine Türen öffnen durfte, muss der Bereich Sport weiterhin einen langen Atem beweisen. Nach Pfingsten können wieder Kurse stattfinden, so hört man von der Landesregierung. Ein konkretes Datum gebe es aber noch nicht, kritisiert Boden. Er und seine Mitinhaberin Sandra Felder trugen von Anfang an die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus mit. Auch die Betriebsschließung sei richtig gewesen. Der für Herbst geplante Galaball wurde abgesagt.

Der Allgemeine Deutsche Tanzlehrerverband (ADTV) habe schnell reagiert und ein Hygienekonzept vorgelegt, wie Tanzen und Gesundheitsschutz miteinander in Einklang gebracht werden können. Dieses Konzept beinhaltet unter anderem getrennte Ein- und Ausgänge, den Verzicht auf Ausschank und gemeinsame Pausen sowie ausreichend Abstand zwischen den Tanzlehrern und den Tanzpaaren. Die Tanzpartner sollen zudem aus einem Haushalt stammen. Kurse für Kinder und Jugendliche sieht man beim ADTV zunächst nicht vor.

Auch wenn der Gesundheitsschutz nach wie vor Priorität habe, müsse für die Tanzschulen nun dringend eine Perspektive her, unter welchen Bedingungen wieder geöffnet werden könne, so die Inhaber von „Tanzen und Spaß“. Die grün-schwarze Landesregierung sei nun am Zug, konkrete Vorgaben zu machen, damit man sich vor Ort vorbereiten könne. In Reutlingen hofft man, von den Erfahrungen aus Nordrhein-Westfalen zu profitieren. Hier öffnen die Tanzschulen bereits am 11.Mai.

Rudi Fischer unterstreicht diese Forderung. Es sei wichtig gewesen, schnell und verantwortungsbewusst zu reagieren und Kontaktsport zu unterbinden. Da die Infektionszahlen momentan aber auf einem niedrigen Niveau seien, müsse es den Tanzschulen wieder ermöglicht werden, unter sinnvollen Auflagen ihrer Arbeit nachzugehen, ihre Angestellten zu halten und nicht zuletzt den vielen Kunden wieder einen Lichtblick in schwierigen Zeiten zu verschaffen.

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Mut für die Zukunft machen

Die Corona-Krise überwinden: Beschluss des FDP-Präsidiums

Das Präsidium der Freien Demokratischen Partei hat auf einer digitalen Sitzung am 04.05.2020 folgenden Beschluss gefasst:

Corona-Krise überwinden, Mut für die Zukunft machen: Anti-Rezessionsprogramm für sichere Arbeitsplätze und eine starke Wirtschaft

Um der größten Rezession seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges entgegen zu wirken, schlagen wir Freie Demokraten ein Anti-Rezessionsprogramm mit 13 Punkten für sichere Arbeitsplätze und eine starke Wirtschaft vor.

  1. Pauschale für Homeoffice und Senkung der Stromsteuer
  2. Soforthilfe für Solo-Selbstständige erleichtern
  3. Steuerentlastungen für die arbeitende Mitte
  4. Modernes Arbeitszeitrecht und mehr Homeoffice
  5. Schnelle Finanzmittel durch negative Gewinnsteuer
  6. Sicherung von Zahlungsfähigkeit und Wachstumschancen für Beschäftigung, Innovation und starke Betriebe
  7. Belastungs-Moratorium für Bürger und Unternehmen
  8. Programm für wachstumsorientierte Abschreibungen
  9. Zahlungsmoral-Offensive der öffentlichen Hand
  10. Digitale Lösungen und smarte Apps
  11. Digitalpakt 2.0 und Innovationsoffensive für die Schulen
  12. Neue Technologien wie Künstliche Intelligenz einsetzen
  13. Digital-Turbo für die öffentliche Verwaltung

Hier geht es zur Pressemitteilung.

Bewertung der Beschlüsse zur schrittweisen Öffnung durch die Landtagsfraktion

Am 15.04.2020 haben sich die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten der Länder auf ein gemeinsames Vorgehen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie geeinigt.

Während die FDP/DVP-Fraktion die bisher getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Krise, sowie die Soforthilfen für Unternehmen mitgetragen und befürwortet hat, geben die neuen Regelungen an fünf Stellen Anlass zur Kritik:

  1. Bildung

Die Öffnung der Schulen am 4. Mai für die Abschlussklassen und älteren Jahrgänge ist verantwortbar. Wichtig ist jedoch daneben auch, dass sich die Landesregierung um die Notfallbetreuung der kleiner Kinder kümmert. Diejenigen, die Familie und Beruf vereinbaren müssen, brauchen dringend Unterstützung.

Als Versäumnis sieht die FDP/DVP-Fraktion an, dass das Kultusministerium nicht bereits in den vergangenen Wochen im Dialog mit den kommunalen Schulträgern dafür gesorgt hat, dass die Ausstattung der Schulen mit den erforderlichen Hygieneartikeln und -plänen sichergestellt ist.

  1. Einzelhandel

Es gibt keine sachgerechte Begründung dafür, die in der Baunnutzungsverordnung geregelte 800-Quadratmeter-Grenze für Geschäfte des Einzelhandels zur Pandemie-Bekämpfung heranzuziehen. Sinnvoller wäre eine maximale Kundenzahl pro Quadratmeter des Geschäftes festzulegen, die durch Einlassbeschränkungen geregelt werden könnten. In der Landtagsfraktion und auch im Bundespräsidium der FDP wird die 800-Quadratmeter-Grenze einhellig abgelehnt.

  1. Gastronomie

Zu kritisieren ist, dass die neuen Regelungen keinerlei Öffnungsperspektive für die Gastro-Branche beinhalten, wurde diese doch von der Coronakrise besonders hart getroffen. Dass die Außengastronomie verboten bleibt, obwohl beispielsweise Friseure, deren Arbeit einen deutlich engeren Kundenkontakt beinhaltet, bereits ab dem 4. Mai wieder öffnen dürfen, verdeutlicht das unangemessene Agieren der Landesregierung in Bezug auf die Gastronomen.

  1. Sport und kulturelles Leben

Ebenfalls schuldig bleibt die Landesregierung eine Öffnungsperpektive für das Vereins- und Kulturwesen im Land. Es ist nicht nachvollziehbar, warum Sportarten wie Golf, Segeln oder Tennis, bei denen geringer Kontakt mit anderen Menschen besteht, verboten bleiben, während in anderen Bereichen, wie beispielsweise bei den Frisören Kontakt wieder ermöglicht wird.

  1. Großveranstaltungen

Bis 31. August bleiben „größere Veranstaltungen“ verboten. Diese Regelung wirft zunächst die Frage auf, wie eine „größere Veranstaltung“ definiert ist, beginnen diese bei 50, 100 oder 1000 anwesenden Personen? Zudem ist eine Regelung mit einem so großen Zeithorizont in einer sich dynamisch entwickelnden Situation sachwidrig.

Soforthilfen müssen ausgeweitet werden

Wir brauchen für den Mittelstand in Baden-Württemberg mehr als Überbrückungsmittel“

Rudi Fischer

Zu Informationen zum aktuellen Stand der Corona-Finanzhilfen anlässlich einer Finanzausschusssitzung erklären der finanzpolitische Sprecher, Stephen Brauer, und der haushaltspolitische Sprecher, Rudi Fischer:

Brauer: „Nachdem wir nun einen Kassensturz haben, fordern wir die Ausweitung der Soforthilfen für Mittelständler mit mehr 50 Arbeitnehmern. Wir haben die Mittel, zumal der Bund bei der Förderung der kleinen Unternehmen bis 10 Mitarbeiter nun die Länder entlastet.“

Fischer: „Wir brauchen für den Mittelstand in Baden-Württemberg mehr als Überbrückungsmittel. Reine Liquiditätshilfen verschieben das Problem nur in die Zukunft. Die Möglichkeiten im Haushalt sind dafür vorhanden.“